Ein „Feuer im Gebäude“ wurde der Freiw. Feuerwehr Herdecke heute um 8:26 Uhr aus der Straße „Zum Nordhang“ gemeldet. Bei Eintreffen des diensthabenden Einsatzführungsdienstes konnte ein durchgebrannter Dachstuhl im Bereich einer Gaube erkannt werden. Die Alarmstufe wurde daraufhin erhöht und es wurde nach dem vordefinierten Konzept die Feuerwehren Wetter (Ruhr) und Witten hinzugezogen.

Anwohner wiesen die Feuerwehrkräfte vorbildlich ein. Zum Zeitpunkt des Brandausbruches befand sich eine weibliche Person (33) in der Wohnung. Diese hat die Wohnung eigenständig verlassen. Nachbarn retteten vor Eintreffen der Wehr einen Hund aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss. Die Wohnungen wurden von der Feuerwehr nochmals auf Personen und Tiere abgesucht. Im brennenden Dachgeschoss wurde eine Katze vermisst.

Dass Feuer wurde zunächst durch einen Außenangriff über ein C-Rohr der Drehleiter und einem weiteren C-Rohr zur Verteidigung des direkt angrenzenden, benachbarten Wohngebäudes herunter gelöscht. Der Angriffstrupp im Inneren setzte einen mobilen Rauchverschluss und ging an der Wohnungstür in Bereitstellung. Durch den effektiven Außenangriff konnte eine Brandausbreitung auf das Nachbargebäude verhindert werden. Nachdem der Außenangriff beendet war, ging der Atemschutztrupp in die Brandwohnung und löschte ebenfalls. Der Rauch des Feuers zog durch den durchgebrannten Dachstuhl gut nach außen hin ab. Somit hatte der Angriffstrupp unter Atemschutz sehr gute Sicht. Die Katze konnte im weiteren Einsatzverlauf in dem oberen Geschoss der Masionette-Wohnung gefunden werden. Leider biss sie ihren Retter in den Finger. Dieser verletzte sich leicht.

Der Einsatzleiter ordnete die Einsatzstelle in drei Einsatzabschnitte: Brandbekämpfung / Tierrettung innen, Brandbekämpfung außen und Führungsunterstützung. Das Feuer konnte nach kurzer Zeit „in Gewalt“ gebracht werden. Durch die Drehleiter musste das Dach geöffnet werden. In diesem befanden sich weitere Glutnester. Die Feuerwehr Wetter unterstützte die Brandbekämpfung vor Ort. Trupps der Feuerwehr Wetter unterstützten unter Atemschutz. Zudem kontrollierten sie das Nachbargebäude (explizit den Dachstuhl und die Gebäudeabschlusswand).

Die betroffenen Personen wurden von einem Notfallseelsorger an der Einsatzstelle betreut. Im späteren Verlauf wurde das Löschwasser mit einem Wassersauger entfernt, um auch hier eine Schadensausbreitung auf die darunterliegenden Wohnungen zu verhindern.

Die Feuerwehr Witten führte während des laufenden Einsatzes eine Wachbesetzung durch und stellte den Grundschutz für das Stadtgebiet Herdecke sicher.

Eine Brandwache verblieb bis 12:30 Uhr an der Einsatzstelle und löschte derweil noch Glutnester ab. Eine Wand musste hier mit einer Rettungssäge geöffnet werden.

An der Einsatzstelle waren 3 Löschzüge mit etwa 70 Einsatzkräften sowie ein Rettungswagen. Die Polizei erschien zur Brandursachenermittlung. Die Feuerwehr lobt ausdrücklich das umsichtige Vorgehen der Anwohner.

 

Symbolfoto / Archiv

 

 

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