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Blaulicht

Feuerwehr: Sehr viele Einsätze seit Freitag

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Die Feuerwehr Herdecke hat ein außergewöhnlich einsatzreiches Wochenende hinter sich: Insgesamt 27 Einsätze mussten die ehrenamtlichen Kräfte abarbeiten. Bereits bis Samstagnachmittag waren es 16, danach riss die Serie bis Sonntagabend kaum ab. Auch die Nächte gestalteten sich sehr unruhig.

Samstagabend und Nacht

Um 20.20 Uhr musste eine beschädigte Laterne in der Garmenfeldstraße gesichert werden.

Um 21.18 Uhr wurde ein Wohnungsbrand aus der Walter-Freitag-Straße gemeldet, wo es in einer Wohnung brennen sollte. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Mikrowelle gebrannt hatte. Die leicht verrauchte Wohnung wurde quergelüftet, weitere Maßnahmen der Feuerwehr waren nicht erforderlich.

Um 23.07 Uhr versperrte ein umgestürzter Baum kurz vor der Ruhrbrücke die B54 (Hagener Straße) zur Hälfte. Die Feuerwehr zersägte den Baum. Die Polizei Hagen und die Polizei Ennepe-Ruhr waren ebenfalls an der Einsatzstelle.

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In der Nacht zu Sonntag stürzte um 3.28 Uhr im Sperlingsweg ein Baum auf zwei Pkw. Die Feuerwehr schnitt die Fahrzeuge mit einer Motorsäge frei.

Sonntag – Am Nachmittag vier Einsätze gleichzeitig

Gegen 9.22 Uhr wurde aus dem Gemeinschaftskrankenhaus ein Brandmeldealarm gemeldet. Nach Eintreffen des Löschzuges stellte sich heraus, dass angebrannter Toast in einem Toaster den Alarm ausgelöst hatte. Der Einsatz wurde abgebrochen.

Um 10.17 Uhr wurde ein umgestürzter Laternenmast aus der Straße Am Hagenkotten gemeldet. Die Feuerwehr beseitigte die Gefahrenstelle.

Um 13.09 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer Tragehilfe für den Rettungsdienst in die Straße Auf der Heide alarmiert.

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Am Nachmittag standen gegen 16:17 Uhr nach einem Starkregen mehrere Straßen in der Innenstadt unter Wasser, insbesondere im Bereich Hengsteyseestraße/Ecke Zweibrücker Hof. Zeitweise liefen vier Einsätze gleichzeitig, sodass die Kräfte auf mehrere Einsatzstellen verteilt werden mussten: Am Schlagbaum und in der Jungferneiche wurde jeweils fast zeitgleich eine Person hinter einer verschlossenen Wohnungstür gemeldet, beide waren jedoch wohlauf. Aus der Zeppelinstraße wurde ein absturzgefährdeter Kamin gemeldet. Die Feuerwehr brachte die Drehleiter in Stellung und sicherte die Kaminabdeckung.

Ehrenamtliche an der Belastungsgrenze

Bis Samstagnachmittag rückten die Kräfte zu elf weiteren Einsätzen aus, am gesamten Wochenende waren es damit 27. Für die Einsatzkräfte bedeutete das Tag und Nacht Bereitschaft, oft mit nur kurzen Pausen zwischen den Alarmierungen. Alle leisten diesen Dienst ehrenamtlich, neben Beruf und Familie.

„Am Wochenende gab es einiges zu tun, und das nicht auf einen Schlag, sondern wieder und wieder, teils gerade dann, wenn man wieder zu Hause war“, sagt der Leiter der Feuerwehr Michael Tillmanns. „Daher ein ganz großes Dankeschön an alle, die mitgewirkt haben. Eine starke Leistung.“

 

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Auch am Freitag gab es zahlreiche Einsätze

Bereits um 13:59 Uhr wurde der erste Einsatz aus der Straße Auf der Helle gemeldet. Dort drohte laut Meldung ein massiver Baum auf ein Gebäude zu stürzen. Vor Ort stellte sich die Situation jedoch anders dar: Ein Ast war schon abgebrochen und vom Eigentümer entfernt worden. Der Eigentümer hatte den beschädigten Baum bereits erkannt und für die Folgewoche ein Fachunternehmen mit der Beseitigung beauftragt. Die Nachbarn sahen für sich dennoch eine deutliche Gefahr und alarmierten die Feuerwehr. Ein Baumfachmann der Feuerwehr begutachtete den Baum und konnte keine akute Gefahr feststellen, sodass es beim ursprünglich geplanten Vorgehen blieb.

Löschfahrzeug beschädigt

An der Einsatzstelle kam es zu unschönen Szenen. Ein Autofahrer versuchte, sich trotz Blaulicht, an dem stehenden Löschfahrzeug über den Gehwehg vorbeizuzwängen, und beschädigte dieses dabei. Polizei und Einsatzführungsdienst wurden nachgefordert und nahmen den Unfall auf. Die Feuerwehr zeigt dafür kein Verständnis: „Steht ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Warnblinkanlage auf der Straße, darf die Einsatzstelle nicht passiert werden. Aus dem Fahrzeug werden Gerätschaften entnommen, und vorbeifahrende Autos gefährden die Einsatzkräfte“, so ein Feuerwehrsprecher.

Gegen 15:36 Uhr wurde eine Ölspur im Bereich Westende gemeldet. Das Fahrzeug eines Paketzustellers hatte einen technischen Defekt, wodurch im gesamten Bereich Betriebsmittel ausgelaufen waren. Die Feuerwehr streute die Flüssigkeiten ab. Unruhige Unwetterlage ab 19:39 Uhr Am Abend folgten ab 19:39 Uhr zahlreiche Unwettereinsätze. Die Einsatzzentrale der Feuerwache wurde besetzt, zusätzlich wurde ein Lagedienstführer eingesetzt.

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Um 19:39 Uhr stürzte in der Bahnhofstraße ein Baum auf ein Auto. Die Person im Fahrzeug war zunächst eingeschlossen und traute sich nicht, das Auto zu verlassen. Die Feuerwehr wurde hier mit dem Stichwort „Person in Notlage“ alarmiert und befreite sie aus dem PKW und räumte das Fahrzeug von Geäst frei. Ein Schwerpunkt war die Wetterstraße/ Am Südhang. Dort drohten zwei Bäume auf die vielbefahrene Straße zu stürzen, weshalb die Wetterstraße zunächst aus Sicherheitsgründen voll gesperrt werden musste. Der Grundstückseigentümer beauftragte ein Fachunternehmen, das die Bäume schließlich entfernte. Die Feuerwehr unterstützte hierbei.

Ein zweiter weiterer Schwerpunkt war die Gederner Straße, wo reihenweise kleinere Bäume umgestürzt waren. An der Stadtgrenze trafen die Einsatzkräfte auf die Feuerwehr Witten, die dort ebenfalls im Einsatz war. Zudem wurde ein Telefonmast durch den Sturm beschädigt. Die Straße musste vollständig gesperrt werden, was teilweise bei einigen Autofahrern auf Unverständnis stieß. Darüber hinaus mussten im Stadtgebiet umgestürzte Bauzäune wieder aufgerichtet werden. Die Feuerwache selbst wurde vorsorglich gegen eindringendes Hochwasser im Untergeschoss geschützt; dafür setzte die Feuerwehr ihre eigenen Hochwasserschutzelemente ein. Die Feuerwehr war bis 23:45 Uhr mit den Unwettereinsätzen beschäftigt.

Nacht weiter unruhig

Auch die Nacht blieb unruhig: Um 1:21 Uhr folgte ein weiterer Unwettereinsatz im Bergweg. Dort wurde u.a. ein PKW durch einen Baum beschädigt. Das Auto wurde freigelegt und der Baum zersägt. Die beschädigte Glasscheibe wurde mit Folie gesichert. Um 7:59 Uhr wurde eine Tragehilfe in der Waldstraße geleistet, um 9:24 Uhr musste eine Ölspur in der Straße Am Kalkheck abgestreut werden. Um 10:43 Uhr entfernte die Feuerwehr erneut einen umgestürzten Baum, diesmal im Ostender Weg. Ein umgestürzter Baum wurde dann wieder um 15:09 Uhr vom Wittbräucker Waldweg gemeldet. Dieser auf die Straße gestürzte Baum wurde mittels Motorsäge entfernt.

Seit gestern Mittag ist die Feuerwehr rückte die Feuerwehr zu 16 Einsätzen aus. Zu Spitzenzeiten waren 30 Feuerwehrangehörige im Einsatz.

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Die Zahl der Einsätze zeigt, wie unruhig es seit Freitag an der Feuerwache zugeht. Insgesamt arbeitete die Feuerwehr einen Brandeinsatz, elf Unwettereinsätze, zwei Ölspuren, eine Tragehilfe und eine Person in Notlage ab.

 

Foto: Feuerwehr

 

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