Die RuhrtalBahn steht vor ihrer zwölften Saison. Für 2017 sind auf der Strecke zwischen dem Bochumer Eisenbahnmuseum und Hagen Hauptbahnhof mit neun Haltestellen im Ennepe-Ruhr-Kreis rund 60 Fahrtage geplant. Im Einsatz sind der mehr als 50 Jahre alte und als VT98 bekannte rote Schienenbus sowie die 1918 gebaute Dampflok 38 2267 samt nostalgischer Reisezugwagen.

„Da wir im August aufgrund einer Streckensperrung pausieren müssen, verlängern wir die Saison zum Ausgleich bis Ende Oktober“, weist Stefan Tigges, Geschäftsführer der RuhrtalBahn, auf eine Besonderheit in diesem Jahr hin.

Abgesehen davon gilt ab Mai und bis Oktober der bewährte Fahrplan. Das heißt: Der Schienenbus pendelt freitags zweimal zwischen Bochum und Hagen, sonntags dreimal. An jedem ersten Sonntag im Monat hat der Schienenbus Pause, die Strecke steht stattdessen unter Dampf und die Fahrgäste dürfen sich am 7. Mai, 4. Juni, 2. Juli, 3. September und 1. Oktober auf Eisenbahnromantik XXL freuen.

Alles beim Alten gilt auch für die Fahrpreise. „Da wir im vierten Jahr in Folge ohne Erhöhung auskommen, zahlen Personen ab 15 Jahren für die einfache Fahrt auf der Gesamtstrecke 9 Euro im Schienenbus und 12 Euro im Dampfzug. Familienfreundlich bleiben wir auch. In Begleitung eines Erwachsenen sind bis zu drei Kinder unter 15 Jahren kostenlos unterwegs“, wirbt Tigges. Fahrräder werden nach wie vor für 2,50 Euro je Rad und Richtung befördert.

Vor Beginn der regelmäßigen Fahrten ab Mai sind Schienenbus und Dampfzug bereits im April an einzelnen Tagen unterwegs. Die Winterpause beendet am Sonntag, 2. April, die Dampflok 38 2267, ihr folgt der Schienenbus mit Fahrten am Ostermontag, 17. April, am Samstag, 29. April, und Sonntag, 30. April (Jubiläum des Eisenbahnmuseums) sowie am Montag, 1. Mai. Weitere zusätzliche Fahrtermine sind die Donnerstage 25. Mai (Christ Himmelfahrt) und 15. Juni (Fronleichnam) sowie Dienstag, 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) und Mittwoch, 1. November (Allerheiligen). „Anfang Dezember wird es zudem wieder vier Nikolausfahrten mit dem Dampfzug geben“, kündigt Tigges an.

Die Eisenbahnromantik mit Fahrplan und auf einer Streckenlänge von 36,6 Kilometern hat sich seit 2005 zu einem touristischen Vorzeigeprojekt und einer Werbelokomotive für Freizeitangebote im Ennepe-Ruhr-Kreis entwickelt. Kein Wunder, schließlich gibt es direkt ab den Bahnsteigkanten in Hattingen, Witten und Wetter viel zu entdecken: Burgen und Herrenhäusern, sehenswerte Altstädte und Museen, in denen die Industriekultur der Region lebendig wird, Wald und Wasser. „Möglichkeiten, die von unseren jährlich gut 40.000 Fahrgästen ebenso gerne genutzt werden wie die Chance, eine Anreise mit uns mit Entdeckungstouren zu Fuß oder per Rad zu kombinieren“, weiß Tigges.

Alle Informationen rund um die RuhrtalBahn liefert der Jahresfahrplan 2017. Er ist unter www.ruhrtalbahn.de im Internet zu finden. Alternativ wird er bei Einsendung eines mit 85 Cent frankierten Rückumschlages (RuhrtalBahn GmbH, Honigsberger Straße 26, 45472 Mülheim) Interessierten per Post zugeschickt.

 

Stichwort Fahrzeuge der RuhrtalBahn

Mit der Lokomotive 38 2267 – der „preußischen P8“ – und den nostalgischen Reisezugwagen, die zwischen 1903 und den fünfziger Jahren gebaut wurden, kommt ein Personenzug aus längst vergangenen Eisenbahntagen zum Einsatz. Wer hier in der Wagenklasse 1, 2, 3 oder 4 zusteigt, begibt sich auf eine Zeitreise. Die offenen Plattformen einiger Wagen machen es zudem möglich, sich die Luft des Ruhrtals um die Nase wehen zu lassen.

Der Schienebus VT98 war Mitte des letzten Jahrhunderts der Retter vieler Nebenstrecken. Das Verwenden vieler Komponenten aus dem Omnibusbau machten das Fahrzeug wirtschaftlich und kostengünstig. Seinerzeit für eine Nutzungsdauer von 15 Jahren konzipiert, fahren der 1961 gebaute Motorwagen, der 1960 gebaute Steuerwagen und der Beiwagen von 1956 noch heute für die RuhrtalBahn. Die drei Zugteile bieten rund 140 Sitzplätze sowie die Chance, direkt hinter dem Fahrer und ohne trennende Tür echtes Lokführerfeeling zu erleben.

 

Foto: Ruhrtalbahn

 

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