Die 46. Herdecker Maiwoche findet in diesem Jahr nicht statt. Dieser Entscheidung vorausgegangen waren in dieser Woche Abstimmungen mit den Vorsitzenden der im Rat der Stadt vertretenen Fraktionen. Alle fünf Fraktionen sprachen sich für eine Absage aus. Die Pandemie, ausgelöst durch das Coronavirus, wird Experten zu Folge Deutschland noch einige Zeit im Griff haben. Es wird daher als ausgesprochen unwahrscheinlich eingestuft, dass sich bis zum Himmelfahrtswochenende im Mai die Lage derart verändert und das größte Fest der Stadt regulär stattfinden könnte.

„Die Entscheidung ist allen Beteiligten schwer gefallen“, verrät Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster und verweist nicht nur auf die große Tradition der Veranstaltung, sondern auch auf die Bedeutung für die Vereine. Denn zahlreiche Herdecker Gruppen beteiligen sich an der Maiwoche mit einem Stand und finanzieren mit den Einnahmen aus den vier Tagen einen großen Teil ihrer Vereinsaktivitäten. Nicht umsonst trägt die Veranstaltung den inoffiziellen Zusatz „von Bürgern – für Bürger“.

„Der Schutz der Besucherinnen und Besucher und die Gesundheit aller Beteiligten müssen hier jedoch deutlich höher wiegen“, betont Dennis Osberg, Bereichsleiter bei der Stadt Herdecke. Die frühzeitige Absage des Maitermins bietet die Möglichkeit, den Partnerinnen und Partnern rechtzeitig Planungssicherheit zu geben. „Gleichzeitig können wir jetzt noch einen Großteil der Verträge ohne finanzielle Einbußen für die Stadtkasse rückabwickeln“, erläutert Dennis Osberg. Die Vereine und gewerblichen Partner werden aktuell aus dem Rathaus über die Absage informiert.

Über alternative Möglichkeiten, insbesondere für die teilnehmenden Vereine, möchte die Verwaltung im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus im Mai beraten. Bis dahin werden Gespräche mit allen Teilnehmern geführt, um deren Einschätzung zu erfahren. „Eine Veranstaltung in der Größenordnung der Maiwoche zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr zu organisieren, wird aus verschiedensten Gründen jedoch nicht gelingen“, bremst Dennis Osberg aber schon jetzt die Erwartungen, alleine deshalb, weil viele Bands die Wochenenden im Jahr schon verplant haben, verspricht aber „alles Mögliche auch möglich zu machen“.

 

Bild: Auf die kultige Bierfass-Explosions-Show der Bürgermeisterin müssen wir in diesem Jahr leider verzichten  (Archivbild)

 

 

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