Rainer Fumpfei ist STADTRADELN-Botschafter und aktives ADFC-Mitglied (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.) und aktuell auf Botschafter-Tour. Jetzt machte Fumpfei auf Einladung von Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster auch in Herdecke Halt.
„Schön, dass Sie da sind!“, begrüßt ihn Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster gemeinsam mit Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller und ist begeistert von Fumpfeis Motivation. Über 1.500 Kilometer hat er bereits zurückgelegt, seit er am 03. Mai 2016 seine Reise antrat. Denn mit dem Beginn der bundesweit größten Kampagne für Klimaschutz und Radverkehrsförderung startete der Botschafter zur internationalen Fahrradtour durch.

Insgesamt wird er etwa sechs Wochen quer durch Deutschland reisen und über 3.200 Kilometer zurücklegen – und das ehrenamtlich. Rund 140 Kommunen stehen auf seinem Plan. „Das ist mein Hobby und ich freue mich immer wieder, diese Tour auf mich zu nehmen und mit den teilnehmenden Kommunen ins Gespräch zu kommen“, so Rainer Fumpfei. Pro Jahr legt er nach eigenen Angaben etwa stolze 28.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. „Mit meiner Tour als STADTRADELN-Botschafter fordere ich aktiv die Politik auf, eine Infrastruktur zu schaffen, welche der wachsenden Bedeutung des Radverkehrs auch gerecht wird. Für den Klimaschutz und eine lebenswertere Umwelt“, erzählt er weiter.

In Herdecke fühlt er sich als Fahrradfahrer sehr wohl. „Landschaftlich ist die Gegend hier schon ein kleines Träumchen“, lobt er mit einem Augenzwinkern. „Der Ruhrtalradweg ist gut ausgebaut und meiner Erfahrung nach hoch frequentiert, der Anschluss an die Fernradwege ist super!“ Das bestätigt auch Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller. Doch neben dem Fernverkehr gilt es auch, den alltäglichen Radverkehr zu berücksichtigen und die Infrastruktur anzupassen.

Herdecke ist auf einem guten Weg. „Erklärtes Ziel im Verkehrsentwicklungsplan ist, den Fokus bei den Planungen in der Infrastruktur weiter auf den Radverkehr zu legen!“, erzählt Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster. Das Ganze ist ein Entwicklungsprozess. Mit den abschließbaren Fahrradboxen am Bahnhof und an der Radstation am Zweibrücker Hof sowie den zahlreichen Abstellmöglichkeiten in der Innenstadt hat sich Herdecke schon gut für die Zukunft gerüstet. Auch der Trend zum e-Bike wurde berücksichtigt. Unter den zahlreichen Abstellmöglichkeiten im Stadtgebiet gibt es aktuell auch zwölf mit Ladestation für das motorisierte Gefährt. Im Zuge der Neugestaltungen, beispielsweise im neuen Quartier, dem Ruhrvorland und der Innenstadt, wurden auch neue Radwege angelegt. Die bestehenden Radwege gilt es in Zukunft weiter auszubauen. Dafür stehen teilweise Förderprogramme  zur Verfügung.

 

Aktionszeitraum in Herdecke beginnt am Samstag, den 21. Mai

Die Kampagne ist mit einem Rekord von 440 angemeldeten Kommunen in diesem Jahr ein stetig wachsender Erfolg – auch in Herdecke: bereits zum dritten Mal schwingen sich ab Samstag wieder Bürgerinnen und Bürger in den Sattel, um beruflich und auch privat möglichst viele Fahrradkilometer für den Klimaschutz zu sammeln. In diesem Jahr findet der Wettbewerb in der Ruhrstadt im Zeitraum von Samstag, den 21. Mai bis Freitag, den 10. Juni 2016 statt.
Beim STADTRADELN geht es um Spaß beim Radfahren, tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag und in der Freizeit zu gewinnen. „Dadurch kann jeder aktiv zum Klimaschutz beitragen“, motiviert Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster. Die Kampagne dient der Förderung des Umstiegs auf das Fahrrad als Null-Emissions-Fahrzeugs, um unter anderem Luftschadstoffe und Lärm zu reduzieren und die Lebensqualität in Städten und Gemeinden deutlich zu erhöhen. „Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, drei Wochen lang kräftig in die Pedale zu treten und möglichst viele Fahrradkilometer – beruflich wie auch privat – für den Klimaschutz in Herdecke zu sammeln und ein deutliches Zeichen in Herdecke zu setzen“, wirbt Jörg Piontek-Möller. „Der Aktionszeitraum ist dabei nur der Ansporn“, macht der Klimaschutzmanager dabei deutlich. Das Bewusstsein für Umwelt, Klima, nachhaltige Mobilität und auch für die eigene Gesundheit soll durch den Wettbewerb noch weiter wachsen.

Mehr Informationen zum STADRADELN erhalten Interessierte auf der Homepage www.stadtradeln.de/botschafter.html sowie unter www.stadtradeln.de/teilnehmer2016.html. Für weitere Informationen und Fragen steht der städtische Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller unter Telefon: 02330-611 450 oder per Mal an: lokaleagenda@herdecke.de gerne zur Verfügung.

Die STADTRADELN-App

Über die STADTRADELN-App können Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer ihre zurückgelegten Radkilometer in einen Online-Radel-Kalender eintragen. Über die Meldeplattform STADTRADELN-RADar! können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer innerhalb des dreiwöchigen Aktionszeitraums auch auf störende oder gefährliche Stellen im Radwegeverlauf im Herdecker Stadtgebiet aufmerksam machen.

Stichwort Klimaschutz

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr: 161 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2). Davon werden allein 149 Millionen im Straßenverkehr emittiert. Bereits 7,5 Millionen Tonnen CO2 ließen sich vermeiden, wenn nur etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometern in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden.

Bild: Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster empfing gemeinsam mit Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller (rechts) den STADTRADELN-Botschafter Rainer Fumpfei.

 

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