Gut ein Jahr ist es her, als in Herdecke die sechs neuen Wanderwege „H1“ bis „H6“ offiziell vorgestellt wurden. Eine passende Karte wurde im Dezember 2020 präsentiert. Mittlerweile sind nun auch die „alten“ Herdecker „A-Wege“ von Initiator Arne Cremer in Zusammenarbeit mit dem SGV und dem Heimat- und Verkehrsverein überarbeitet worden. Die noch vorhandenen und teilweise verblassten Markierungszeichen wurden ehrenamtlich von Cremer durch moderne, geklebte Schilder ersetzt und vom Aufbau den neuen „H-Wegen“ angeglichen. Diese tragen zusätzlich zur Buchstaben/Zahlenkombination die Information „Rundweg“ und die jeweilige Entfernung. „Viele Wanderer haben zurückgemeldet, dass sie diese Zusätze als positiv betrachteten, da der Hinweis auf einen Rundweg bedeutet, dass man die Wege an jeder Stelle beginnen kann und der Start dann auch gleichzeitig den Zielpunkt darstellt“, erläutert Cremer. Durch die Kilometerangabe lässt sich leichter einschätzen, wie lange man auf der Route unterwegs ist.

Außerdem entwarf Cremer in Zusammenarbeit mit dem SGV eine neue Route: der Wanderweg „A2“ schließt nun einerseits die Lücke zwischen den alten Strecken „A1“, „A3“, „A4“ und „A5“, andererseits erschließt er die von Wanderwegen noch unberührten Gegenden wie beispielsweise den „Appelsiepen“ und den Hohlweg „Am Piepensack“. Dieser sieben Kilometer lange Rundweg führt überwiegend über gut begehbare Passagen. Jedoch ist bei der mittelschweren Wanderung mit Steigungen von bis zu 20 % Trittsicherheit und auch ein gewisser Grad an Grundfitness erforderlich, um die Strecke in etwa 1,5 Stunden bewältigen zu können.

Ursprünglich war ein etwas anderer Routenverlauf geplant. Jedoch hatten mehrere Eigentümer, über deren Privatweg die Strecke führen sollte, Widerspruch eingelegt. Cremer: „Die Einwände waren absolut nachvollziehbar. Die Anwohner haben leider schlechte Erfahrungen mit Radfahrern gemacht, die sich teilweise sehr rücksichtslos verhielten, aber auch mit Wanderern, die einfach ihren Müll weggeworfen haben, Privatgrundstücke betraten und sogar Zäune überstiegen haben. Daher haben wir uns entschlossen, die Route ausschließlich über öffentliche Flächen führen zu lassen, auch wenn die schönen privaten Wege sicherlich eine Bereicherung des Wandernetzes gewesen wären.“ Gegenseitige Rücksicht sei weiterhin ein sehr wichtiger Schritt auf gemeinsam genutzten Wegen.

Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster dankte Cremer für sein Engagement. „Du hast bereits sehr viel Zeit und Arbeit in die neuen Wanderrouten gesteckt und einige Hürden überwunden. Wir freuen uns sehr, Dank deiner Unterstützung jetzt noch einen neuen Rundweg anbieten zu können.“ Abschließend machte Cremer noch einmal auf den Schutz der Natur aufmerksam: „Bitte bleiben sie auf den bereits bestehenden Wegen. Respektieren Sie fremdes Eigentum und nehmen Sie den eigenen Müll wieder mit. Nur so können wir auf Dauer unsere stolzen 75 Prozent an Grünflächen in Herdecke erhalten und auch gemeinsam hier Spaß und Entspannung finden.“

 

Bild: Bürgermeisterin Strauss-Köster mit Männern 😉 (Die zahlreichen Stadtsprecherinnen konnten uns leider wieder keine Daten zum Bild liefern) (Foto: Stadtverwaltung)

 

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