Zu einer gut besuchten Informationsveranstaltung zum Kinderbildungsgesetz hatten die CDU Herdecke gemeinsam mit dem CDA Kreisverband Ennepe-Ruhr eingeladen. Dieser Einladung waren neben den eigenen Mitgliedern auch Vertreterinnen und Vertreter von Trägern der Kindertageseinrichtungen, interessierte Eltern und Bürgerinnen und Bürger gefolgt. Als Referent konnte der Sprecher für Familie, Kinder und Jugend der CDU-Landtagsfraktion, Jens Kamieth MdL, begrüßt werden.

Jens Kamieth informierte über die Notwendigkeit der Reformierung des Kinderbildungsgesetzes aus Sicht seiner Partei. Die finanzielle Situation der Kindertagesbetreuung in NRW war bis zum Regierungsantritt der CDU geführten NRW-Koalition 2017 zunehmend angespannt, da u.a. die starre Anpassung der Kita-Finanzmittel (Dynamisierung) mit der positiven Entwicklung der Gehälter nicht Schritt gehalten hat und die Vorgängerregierung nichts daran ändern wollte. Die daraus resultierend negativen Konsequenzen waren, dass die Träger von Kindertageseinrichtungen aus wirtschaftlichen Zwängen zunehmend beim Personal einsparen mussten. Die Erzieherinnen und Erzieher kamen an ihre Belastungsgrenze und die Einsparungen beim Personal brachten notgedrungen Qualitätsabstriche in der frühkindlichen Bildung mit sich.

Unmittelbar nach Regierungsantritt im Jahr 2017 hat die CDU geführte NRW-Koalition mit dem Kita-Rettungspaket von einer halben Milliarde Euro zusätzlich zur Regelförderung eine erste Unterstützung der Kindertagesstätten auf den Weg gebracht (für Herdecke 570.028 Euro, für den gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis 8.538.749 Euro). In einem zweiten Schritt wurde das Übergangsgesetz beschlossen. Es bringt den Kita-Trägern nochmals zusätzliche Mittel in Höhe von 450 Millionen Euro für das aktuell laufende Kita-Jahr 2019/20 (für Herdecke 468.984 Euro, für den gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis 6.705.631 Euro inklusive zehnprozentigem Anteil der Kommunen).

Mit dem neuen KiBiz werden ab dem kommenden Kita-Jahr jährlich und zusätzlich 1,3 Milliarden Euro in das System der Kindertagesbetreuung investiert. Davon rund eine Milliarde Euro in mehr Qualität. Es werden zusätzliche Mittel für mehr Flexibilität und für eine Kitaplatzausbau-Garantie zur Verfügung gestellt und die Familien werden mit der Beitragsfreiheit für ein weiteres Kitajahr entlastet. Es bestand bei allen Anwesenden Einvernehmen über die gute Arbeit der CDU geführten NRW-Koalition und notwendige Reformierung des Kinderbildungsgesetzes. Zugleich wurde aber auch deutlich, dass der Fachkräftemangel mit das größte Problem darstellt, da „eine gute Betreuung nur dort stattfinden kann, wo es motivierte und gut qualifizierte pädagogische Fachkräfte in ausreichender Zahl gibt“, so Julia Brunow und Christian Brandt abschließend.

 

Bild (v.l.): Christian Brandt, CDA Kreisvorsitzender; Dr. Katja Strauss-Köster, BM’in der Stadt Herdecke; Julia Brunow, CDU Stadtverbandsvorsitzende und unser Gast Jens Kamieth, MdL

 

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