Eine gute Nachricht für alle Radfahrer, Spaziergänger und Jogger: Schon bald wird die Umrundung des Hengsteysees wieder möglich sein. Nach den Voruntersuchungen durch ein Ingenieurbüro wurde jetzt das Ausschreibungsverfahren für eine provisorische Holzbrücke abgeschlossen.

Den Bauauftrag erhielt das Herdecker Unternehmen Schützek. „Wir freuen uns, dass eine Herdecker Firma den Zuschlag erhalten hat. Die Boden- und Standsicherheitsuntersuchungen der verbliebenen Mauer sowie die Planung der provisorischen Holzkonstruktion und die Ausschreibung haben uns sehr viel Zeit gekostet. Umso erfreulicher ist es, dass wir jetzt endlich starten können“, so Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster.

Zur Erinnerung: Nachdem sich Anfang Oktober Teile der Uferbefestigung am Seeschlösschen durch einen Hangrutsch gelöst hatten, musste der Fuß- und Radweg vor dem Seeschlösschen gesperrt werden. Die Stadt Herdecke, die für die Verkehrssicherheit auf dem gewidmeten Weg am Ufer zuständig ist, wird nun eine 15 Meter lange Behelfsbrücke aus Nadelholz auf die vorhandene Asphaltdecke setzen lassen. Bei der 1,10 Meter breiten Behelfsbrücke handelt es sich um eine Spezialanfertigung mit zwei Hauptlastträgern (Leimbinder aus Brettschichtholz). „Die gesamte Holzkonstruktion direkt über dem Loch selbst ist vergleichsweise leicht und dürfte recht zügig zu montieren sein. Diese bedarf aber einer enormen Stabilität, damit sich dort nichts durchbiegt. Wir hoffen, dass wir den Weg bis Mitte Juni freigeben können“, erklärt Andreas Schliepkorte, Leiter der Technischen Betriebe. Zudem werden Stabgitterzäune als Geländer entlang der Brücke errichtet. Auf der schmalen Brücke müssen die Radfahrer zukünftig absteigen und schieben, es kann zu keinem Begegnungsverkehr kommen. „Wir möchten an dieser Stelle noch einmal an die Vernunft der Nutzer appellieren. Auf der Brücke ist gegenseitige Rücksichtnahme und das Gewähren von Vorrang sehr wichtig“, so Schliepkorte.

Sobald der Steg steht, werden die Technischen Betriebe noch eine Anrampung am Anfang und Ende der Brücke aufschottern und asphaltieren. Erst dann kann das Bauwerk freigegeben werden. Ca. 17.300 Euro kostet der Bau der Behelfsbrücke, 2.000 Euro kommen noch für die Herstellung der Rampen an beiden Seiten der Brücke hinzu. Bislang fielen 16.770 Euro für die Bodenuntersuchung, die Standsicherheitsbetrachtung zur gesamten Mauer, die Gründungsberatung sowie die Planung und Bemessung der Behelfsbrücke an. Die Stadt Hagen unterstützt die Stadt Herdecke finanziell mit 7.500 Euro. Das Provisorium stellt noch keine endgültige Lösung dar. Schliepkorte: „Es bietet uns einen Zeitgewinn, um eine weitere Planung zur endgültigen Ertüchtigung der Mauer sorgfältig vorbereiten zu können.“

Zeitgleich gibt es noch eine weitere Baustelle zwischen dem Koepchenwerk und dem Seeschlösschen.  Ein mächtiger Stamm hat an einer Stelle mit seinem Wurzelwerk talseitig den halben Weg weggerissen. „Auch diese Passage wurde ausgeschrieben. Die Fahrbahn im Wald wird parallel repariert und die quer liegenden Bäume von einem Bauunternehmen entfernt“, so Schliepkorte. Die komplette Instandsetzung des Weges zwischen dem Seeschlösschen und dem Koepchenwerk kostet ca. 28.000 Euro.

 

Bild (v.l.): Andreas Schliepkorte, Leiter der Technischen Betriebe mit Heiko Schützek, Inhaber der Zimmerei Schützek und Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster an der Uferbefestigung am Seeschlösschen.

 

 

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