Die Stadtverwaltung Herdecke hat die Möglichkeit der Durchführung einer Alternativveranstaltung zur Maiwoche für das letzte Septemberwochenende geprüft. Im Haupt- und Betriebsausschuss stellte Bereichsleiter Dennis Osberg das Ergebnis vor: Eine Alternativveranstaltung wäre durchaus vorstellbar gewesen. Die aktuelle Coronaschutzverordnung untersagt Großveranstaltungen bis mindestens 31. August 2020 in NRW. Jedoch sei aus Sicht der Verwaltung vor dem Hintergrund der Entwicklung der Corona-Pandemie sowie den von Bund und Land beschlossenen Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer vorstellbar, dass im Herbst bzw. solange noch kein Impfstoff entwickelt und verfügbar ist, „eine verantwortungsvolle Durchführung einer Veranstaltung mit ähnlichem Charakter einer Maiwoche realisierbar ist“.

„Aktuell überbieten sich zwar die Bundesländer mit Lockerungsmaßnahmen, erlassen gleichzeitig aber strenge Hygieneauflagen und Infektionsschutzstandards“, so Osberg. Mit einem Blick auf die für Gastronomen in NRW geltenden Bestimmungen ließe sich sofort erkennen, dass bei Stadtfesten solche oder ähnliche Auflagen beim Angebot von Speisen und Getränken schlicht nicht einhaltbar sind. „Auch die Wahrung von Mindestabständen und das Vermeiden von Warteschlangen an Verkaufsständen kann bei mehreren Tausend Besuchern auf engem Raum in keinerlei Weise gewährleistet werden. Hinzu kommen die eindringlichen Hinweise der Virologen, die spätestens im Herbst mit einer zweiten Infektionswelle rechnen“, erläutert Osberg.

Zur Planungssicherheit für alle Beteiligten sieht die Verwaltung „schweren Herzens“ von der weiteren Planung einer Alternativveranstaltung zur Maiwoche im Herbst dieses Jahres ab. Alle Akteure der Maiwoche sind darüber am Freitag per Mail aus dem Rathaus informiert worden.

 

Archivbild

 

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