Ein Wohnungsbrand mit mehreren gefährdeten Personen wurde der Freiw. Feuerwehr am Mittwoch um 8:32 Uhr aus der Ender Talstraße gemeldet. Aufgrund der Meldungen löste die Leitstelle Stadtalarm mit Sirene für die Feuerwehr aus. Auch eine zweite Drehleiter und eine IuK Gruppe aus Witten wurden unverzüglich mitalarmiert.

Das erste Löschfahrzeug der Feuerwehr Herdecke traf nach nur 3 Minuten ein. Der Treppenraum des Gebäudes war verraucht und im Erdgeschoss stand eine Wohnung in Vollbrand. Die Bewohnerin wurde ins Freie geführt. Einige weitere Bewohner befanden sich schon im Freien. Ein zufällig anwesender ehrenamtlicher Feuerwehrmann, der nebenan als Gas-Wasser Installateur zufällig beruflich unterwegs war, hatte die Lage bereits sondiert und wies den ersten Einheitsführer vorbildlich ein.

Nach der ersten Erkundung der Einheitsführer wurde die Menschenrettung eingeleitet. So wurden zwei Person von einem Balkon im ersten Obergeschoss mit der Steckleiter gerettet. Zwei weitere Personen wurden durch einen weiteren Trupp aus dem 2. Obergeschoss gerettet. Ein Trupp ging unter Atemschutz in die Brandwohnung vor. In der Wohnung herrschte sehr starke Temperatur und der Brandrauch war sehr dicht. Die Brandbekämpfung wurde durch einen weiteren Trupp über einen ebenerdigen Zugang unterstützt. Ein Hochleistungslüfter wurde zur Entrauchung des Treppenraumes und der Brandwohnung eingesetzt. Die Drehleiter wurde vor dem Gebäude in Anleiterbereitschaft versetzt. Im weiteren Verlauf wurde sie zur Erkundung des Daches eingesetzt, da aus einem Kamin Rauchentwicklung festgestellt wurde.

Der Rauch und Brand hatte sich, vermutlich durch einen Kabelkanal, auch auf die darüber liegende Wohnung ausgebreitet. Eine weitere Brandausbreitung konnte hier durch die Feuerwehr auf die Wohnung verhindert werden. Weitere, kleinere Brandspuren waren auch in einer weiteren Wohnung im 2. Obergeschoss (leerstehend) zu finden.

Alle Personen aus dem Mehrfamilienhaus wurde in einer Patientenablage gesammelt und von Notärzten gesichtet und untersucht. Zwei Personen wurden leichtverletzt und 10 Personen waren betroffen. Die verletzten Personen verweigerten die Mitfahrt ins Krankenhaus. Im weiteren Verlauf wurde die Sammelstelle in einen Bus der Bogestra verlegt. Dort wurden die Betroffenen von Fachkräften und einem Notfallseelsorger betreut. Im Abschnitt medizinische Rettung waren u.a. der Leitende Notarzt sowie ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst aus Witten im Einsatz. Vor Ort waren drei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen sowie zwei Notarzteinsatzfahrzeuge.-

Die IuK Gruppe der Feuerwehr Witten war mit einem Abrollbehälter Einsatzleitung als Führungsmittel vor Ort. Hier wurde ein Lagebild geführt, der Einsatz wurde hier dokumentiert und es wurden hier regelmäßig Lagebesprechungen abgehalten.

Das Gebäude ist derzeit unbewohnbar. Aus Sicherheitsgründen musste die Stromversorgung für das komplette Gebäude durch den Energieversorger abgestellt werden. Die Bewohner wurden durch das Ordnungsamt untergebracht. Diverse Tiere wurden eingefangen und dem Tierheim zugeführt.

Die Kriminalpolizei erschien an der Einsatzstelle und wurde von der Feuerwehr eingewiesen. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Der Einsatz wurde um 12 Uhr beendet. Anschließend mussten die Einsatzfahrzeuge wieder aufgerüstet werden.

 

Foto: Feuerwehr

 

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