Die Freiw. Feuerwehr musste am Vormittag um 11:26 Uhr zu einem ABC-Einsatz ausrücken. In einer Produktionshalle eines chemischen Industriebetriebes hatte aus unbekannten Gründen der Inhalt eines IBC-Containers reagiert.

Vor Ort wurde die Feuerwehr von der Betriebfeuerwehr eingewiesen. An einem IBC Container konnte eine spontane Erwärmung sowie eine chemische Reaktion festgestellt werden. Die Halle war bereits vorbildlich geräumt. Messungen in der Halle ergaben eine erhöhte Konzentration von brennbarem Wasserstoff. In Abstimmung mit dem Unternehmen sowie einer Chemikerin wurden die Maßnahmen definiert. Wasserstoff hat einen sehr hohen Zündbereich.

Kontinuierlich wurde der IBC sowie die Temperatur mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Es wurden vom Einsatzleiter zwei örtliche Einsatzabschnitte gebildet. Zunächst wurde der Brandschutz an zwei Stellen mit einem dreifachen Löschangriff sichergestellt.

Danach betrat ein Trupp unter Atemschutz die Halle und begann mit der Bergung des IBC. Hierzu wurde ein Ex-geschützter Hubwagen eingesetzt. Der Behälter wurde zeitweise von außen herunter gekühlt. Dadurch konnte die chemische Reaktion minimiert bzw. unterbrochen werden. Der IBC wurde ins Freie transportiert und in einem besonders geschützten Bereich zwischengelagert. Auch hier wurde der Brandschutz sichergestellt.

Ein Spezialunternehmen entsorgte dann am Nachmittag das Gebinde.

Für die Bevölkerung und Mitarbeiter auf dem Betriebsgelände bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.

Ein Umweltschutzzug der Feuerwehr sowie die Polizei waren 4 Stunden im Einsatz. Unterstützt wurden sie dabei von der Betriebfeuerwehr des Unternehmens. Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen hat sehr gut funktioniert.

Parallel wurde der Grundschutz von der Feuerwache sichergestellt.

Zwei weitere Einsätze am Donnerstag – Brandmeldealarm im Hotel

Die Feuerwehr war zudem zweimal am Donnerstag noch im Einsatz: Um 5:34 Uhr wurde ein Brandmeldealarm aus einem Hotel in der Innenstadt gemeldet. Im Gastronomiebereich konnte keine Feststellung gemacht werden. Der Einsatz wurde abgebrochen.

Um 16:19 Uhr musste eine Tragehilfe für den Rettungsdienst am Nacken durchgeführt werden. Ein Patient wurde mit der Drehleiter mit einem speziellen Tragestell gerettet.

 

Foto: Feuerwehr

 

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