Eine Welt ohne Strom ist für uns heutzutage kaum vorstellbar: Wir laden unsere Handys, surfen im Internet, bezahlen mit EC-Karte und nutzen Herd, Kühlschrank und Waschmaschine ganz selbstverständlich. Doch was ist, wenn all diese Geräte plötzlich nicht mehr funktionieren, weil der Strom wegbleibt? Die Gasknappheit und damit einhergehende Engpässe in der Stromversorgung sind zu möglichen Szenarien geworden, mit denen sich auch die Stadtverwaltung Herdecke befasst. Die Bürgerinnen und Bürger werden dazu in den nächsten Tagen Informationsmaterial der Stadt erhalten.

„Sich auf den Ernstfall vorzubereiten, ist keine übertriebene Panik“, sagt Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster, „die Corona-Pandemie und das Hochwasser haben uns gezeigt, wie plötzlich Situationen auftreten können, die wir bisher nicht erlebt haben und in denen wir schnell reagieren müssen. Mit unseren Informationen möchten wir unseren Bürgerinnen und Bürgern bei ihrer persönlichen Notfallplanung helfen und gleichzeitig wichtige Anlaufstellen für den Fall des Falles bekannt machen.“

In den kommenden Tagen erhalten alle Herdecker Haushalte mit der Post einen Informationsflyer, den die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Feuerwehr Herdecke entworfen hat und der konkrete Handlungsempfehlungen für einen lang anhaltenden Stromausfall enthält.

„Sollte Herdecke von einem lang anhaltenden Stromausfall betroffen sein, wird die Stadtverwaltung Anlaufstellen für Bürger einrichten, die auf dringende Hilfe angewiesen sind“, erklärt Ordnungsamtsleiter Dennis Neunzig, „dabei handelt es sich sowohl um Fahrzeuge, die in den Ortsteilen unterwegs sind, als auch um feste Anlaufstellen, an denen Erste Hilfe geleistet werden kann.“

Diese Anlaufstellen werden im Ortsteil Ende am Dörthe-Krause-Institut am Gemeinschaftskrankenhaus sowie im Innenstadtbereich an der Bleichsteinhalle eingerichtet.

Die genauen Adressen sowie Details zu den dort möglichen Hilfeleistungen nennt der Informationsflyer. Diesen sollten Bürgerinnen und Bürger möglichst an einem zentralen Ort in ihrer Wohnung aufbewahren, um im Ernstfall alle wichtigen Informationen griffbereit zu haben.

„Sollte der Strom tatsächlich großflächig und nicht nur in einzelnen Straßen oder Ortsteilen länger als nur ein paar Stunden ausfallen, besteht auch die Möglichkeit, dass das Mobilfunknetz und Internet zusammenbricht. Dann ist es wichtig, dass ich Informationen auch analog zur Verfügung habe und nachschauen kann, wo ich Hilfe bekomme“, erläutert Dennis Neunzig.

Die Menschen, die derzeit in Flüchtlingsunterkünften der Stadt Herdecke leben, werden über Aushänge in den Sprachen Englisch, Arabisch, Persisch und Russisch über die Maßnahmen informiert.

Die Informationen aus dem Flyer werden parallel auch auf der Internetseite der Stadt Herdecke unter www.herdecke.de/gutvorbereitet bereitgestellt. Hier finden sich darüber hinaus weiterführende Informationsangebote des Regionalverbunds Ruhr in verschiedenen Sprachen.

 

Bild: Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster und Ordnungsamtsleiter Dennis Neunzig mit einem Informationsflyer, den man hier nicht sehen kann. (Foto: Stadtverwaltung)

 

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein